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Es begann mit einer Lüge

Tom's Herz klopfte ihm bis an seine Halsschlagader, als er den Schlüssel ins Türschloss steckte. In ihm kochte eine Mischung aus Wut, Eifersucht und Liebe. Sandra war seine große Liebe, sein Einundalles und diese Frau betrog ihn nun. Mit einem Zigeuner ging sie ins Bett. Ein Sinti, einer dieser herumziehenden Gauner, die nur stehlen und betrügen und gutgläubige Menschen hinter's Licht führten. Und so einer steckte nun seinen ... er wollte nicht, er schäumte dabei, doch er konnte an nichts anderes denken.

Er drehte den Schlüssel um, behutsam und leise. Ja, es würde eine Überraschung werden, für sie und ihren Lover. Es war deren Pech, dass er das Date mitbekommen hatte, dass er genau wusste, dass er jetzt bei ihr sein würde. Und Tom war fest entschlossen, ihm seine Nase zu brechen und ihr den Ring mit dem Diamanten ins Gesicht zu schleudern, den er bereits für sie gekauft hatte. Er hatte vorgehabt, sie um ihre Hand zu bitten, ihr ganz romantisch einen Antrag zu machen, bei einem Abendmahl mit Kerzenschein. Alles dahin. Ihre Liebe zu ihm, alles Lüge. Er dachte zurück, begann alles auseinander zu nehmen und am Ende stand die Lüge bereits am Anfang ihrer Beziehung.

Er betrat die Wohnung von Sandra, leise, denn er wollte die beiden in Flagranti erwischen. Er schlich ins düster beleuchtete Wohnzimmer. Auf dem Tisch befanden sich halbvolle Gläser und ein Kartenspiel. Er nahm eines der Gläser und roch daran. Aha, Champagner wird also gesoffen. Er stellte es zurück und bewegte sich in Richtung Schlafzimmer. Er erwartete, ein wildes Liebsspiel zu unterbrechen, als er die Türe öffnete. Doch was er sah, jagte ihm einen Schauer über den Rücken. Überall war Blut, das Bett war rot davon. Zwei leblose Körper lagen dort, nackt soweit er sie sehen konnte. Links von sich sah er einen umgekippten Stuhl, auf dem Kleidung gelegen hatte und als er nach rechts blickte, verlor er durch einen Schlag an seine Stirn das Bewusstsein.

Tom erwachte und blickte in die Mündung einer Walther PPK, die ein Uniformierter auf ihn richtete. Sein Kopf schmerzte fürchterlich, als er ihn leicht hob. Auf sein rechtes Handgelenk hatte ein weiterer Polizist seinen Fuß gestellt, so dass Tom ihn nicht bewegen konnte. Irgendetwas hatte er in der Hand, doch er konnte den Gegenstand erst sehen, als ein Mann mit Handschuhen ihn aus seiner Faust wand. Es war ein blutiges Messer.

Am nächsten Tag berichteten die lokalen Zeitungen von einem tragischen Eifersuchtsdrama, in dem der 24-Jähriger Thomas H. seine Verlobte und deren Liebhaber erstochen habe. Die Tat sei vollkommen klar, da Motiv, Tatwaffe mit Fingerabdrücken des Mörders und weitere Indizien überall in der Wohnung zu finden seien.

Ein Mann mit Sonnebrille saß im Kaffee an der Ecke und las mit sichtlicher Genugtuung diesen Artikel in einer Zeitung. Er murmelte: "Du warst genau zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort."


© A. Lindermeir

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